Heizkostenzuschuss für Flüssiggas, Heizöl & Co

Antragstellung ab Mitte Mai

Nachdem Gas- & Stromkunden sich bereits über einen Heizkostenzuschuss freuen durften, erhalten nun auch Personen die ihre Heizmittel selbst besorgen die Möglichkeit einen Antrag auf einen Zuschuss zu stellen. 

Wie das funktioniert, wie viel Zuschuss Sie erhalten können und welche Bedingungen vorliegen erklären wir Ihnen im folgenden Beitrag. 

Wer kann den Heizkostenzuschuss beantragen? 

Die finanziellen Entlastung können Immobilieneigentümer beantragen, die mit Flüssiggas, Heizöl, Holzpellets, Kohle, Holzbriketts oder Scheitholz heizen und diese Brennstoffe eigenständig einkaufen. Berücksichtigt wird dabei der Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis zum 1. Dezember 2022. 

Keine Antragsberechtigung haben Gas- & Fernwärmekunden, die bereits zu Beginn des Jahres einen Heizkostenzuschuss erhalten haben und Personen, die staatliche Leistungen, wie das Bürgergeld, erhalten. 

Was wird bezuschusst?

Bezuschusst werden die Anschaffungskosten für Brennstoffe wie Flüssiggas, Heizöl, Holzpellets, Kohle, Holzbriketts oder Scheitholz. Dabei werden aber nicht die vollen Kosten zurückerstattet, sondern nur ein gewisser Betrag. 

Für die Berechnung des Heizkostenzuschusses hat die Bundesregierung Referenzpreise für die einzelnen Brennstoffe vorgegeben. Das Doppelte dieser Referenzpreise müssen die Immobilienbesitzer selbst tragen, was darüber hinausgeht, wird dann zu 80% erstattet. 

Referenzpreise inkl. MwSt.:

  • Heizöl: 71 Cent/Liter 
  • Flüssiggas: 57 Cent/Liter
  • Holzpellets: 24/Kilogramm
  • Kohle bzw. Koks: 36 Cents/Kilogramm
  • Scheitholz: 85 Cent/Raummeter 
  • Holzbriketts: 28 Cent/Kilogramm

 

Um zu berechnen ob Sie antragsberechtigt sind, und wie viel Sie zurückerstattet bekommen können, hat die Verbraucherzentrale einen Rechner bereitgestellt.  

Wichtig: Beachten Sie zudem, dass es einen Mindestbetrag von 100€, sowie einen Maximalbetrag von 2.000€ gibt. Kommen Sie bei Ihrer Berechnung also nur auf einen Wert von 99€ über der Preisverdopplung, können Sie keinen Zuschuss erhalten. Ebenso werden nur maximal 2.000€ zurückerstattet. 

Wie funktioniert die Antragstellung? 

Um den Heizkostenzuschuss zu erhalten müssen Sie bis zum 20. Oktober 2023 einen Online-Antrag stellen. Die meisten Bundesländer haben sich dafür zusammengeschlossen und nutzen ein gemeinsames Portal. Das Bundesland NRW hat sich jedoch entschieden ein eigenes Portal zu erstellen.

Aus diesem Grund ist eine Antragstellung auch voraussichtlich erst ab Mitte Mai möglich. 

Beachten Sie, dass Sie für die Antragstellung entweder eine Bund-ID oder eine ELSTER-ID benötigen. Des Weiteren Sie auch die Rechnungen und eventuell Kontoauszüge einreichen, die den Kauf der Brennstoffe belegen. Es ist daher ratsam alles vor der Antragstellung vorzubereiten, denn die Antrage werden in der Reihenfolge des Eingangs bearbeitet. Zudem ist das Budget begrenzt, warten Sie also zu lange, kann es sein, dass Sie keine Erstattung erhalten. 

Sie haben noch Fragen, oder wollen mehr zu diesem Thema wissen? Wir beraten Sie gerne! Melden Sie sich bei uns telefonisch, per E-Mail, oder kommen Sie spontan in unserem Büro in Buer vorbei. Wir freuen uns schon auf Sie!

Hinweis: Die in diesem Artikel gemachten Angaben und Empfehlungen ersetzen keine Beratung bei einem Experten und stellen nur Informationen ohne Gewähr auf Richtigkeit oder Vollständigkeit dar. Trotz gewissenhafter Recherche können Fehler nicht ausgeschlossen werden.

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