Alternative Wohnformen

Alternative Wohnformen – Neuer Trend Tiny House

Stark ansteigende Immobilienpreise, Wohnraummangel und hohe Baukosten – der Traum vom Eigenheim ist für Viele kaum noch zu erreichen. Neben den wirtschaftlichen Hürden, sorgt aber auch der Sinn nach Gemeinschaft und Nachhaltigkeit im Rahmen des Umweltschutzes für ein Umdenken bei den Menschen. Alternative Wohnformen gewinnen daher immer mehr an Beliebtheit, und das über alle Altersgruppen hinweg.

In diesem Blogbeitrag wollen wir Ihnen einige alternative Wohnformen vorstellen und fokussieren uns dabei vor allem auf die sogenannten Tiny Houses, die nach einer aktuellen Studie der Interhyp AG deutlich an Interesse gewinnen.

Warum steigt das Interesse nach alternativen Wohnformen?

Der Trend geht zu alternativen Wohnformen. Vor allem gemeinschaftliches Wohnen und ökologisch nachhaltiges Wohnen erfreuen sich an wachsender Beliebtheit. Grund dafür sind auf der einen Seite die stark steigenden Immobilien- und Mietpreise und die hohen Baukosten. Auch knapper Wohnraum in den Städten wirft das Bedürfnis nach anderen Wohnformen auf.

Des Weiteren lässt sich auch verstärkt der Wunsch nach Gemeinschaft beobachten, welche in Großstädten meist fehlt. Vor Allem aber Senioren, die zumeist allein leben, suchen nach Alternativen gegenüber Altersheimen.  

Ein weiterer Grund sich für alternative Wohnformen zu entscheiden ist aber auch der Nachhaltigkeitsgedanke. Gerade in der heutigen Zeit ist die Reduktion des ökologischen Fußabdrucks ist für Viele ein wichtige Entscheidungsgrundlage in der Wahl der Wohnform.

Welche Arten von alternativen Wohnformen gibt es?

Bauwagen/Wohnwagen

Eine Möglichkeit vor Allem ortsunabhängig zu wohnen, ist das Leben in einem Bau- oder Wohnwagen. Vorteile dieser Wohnform sind die große kreative Freiheit in der Gestaltung und die bereits erwähnte Mobilität. Dem gegenüber stehen aber vor allem der Platzmangel und die Gesetzeslage in Deutschland. Viele erwägen das Leben in einem Bau- oder Wohnwagen daher bislang nur als eine zeitlich begrenzte Phase.

Senioren-WGs

Eine wirkliche Alternative zu Altersheimen bieten Senioren-WGs. Diese sind Studenten-WGs sehr ähnlich, indem jeder Bewohner ein eigenes Zimmer in einer Wohnung oder einem Haus bezieht und Räume wie Küche und Wohnzimmer gemeinschaftlich genutzt werden. Oftmals kommt ein paar Mal in der Woche auch ein Pflegedienst vorbei. Begünstigt wird diese Wohnform durch den demographischen Wandel und die steigenden Mieten in den Städten. Vorteilte von Senioren-WGs sind das Leben in einer Gemeinschaft und mehr Selbstständigkeit als in Altersheimen. Probleme könnten eventuell bei dem alters- und behindertengerechten Ausbau der Wohnung oder des Hauses auftreten. Auch übliche zwischenmenschliche Differenzen sind nicht auszuschließen.

Selbstorganisiertes Wohnen/ Ökodorf

Ist der Wunsch nach nachhaltigem Wohnen groß, wäre das Leben auf einem Ökohof eine gute Wahl. Ziel des selbstorganisierten Wohnens ist es möglichst viel des Eigenbedarfs selbst herzustellen und dabei die Belastung der Umwelt möglichst gering zu halten. Oftmals wird dafür gemeinschaftlich ein Haus (oft ein Bauernhof) gekauft und eventuell modernisiert und ausgebaut. Jedes Mitglied der Gemeinschaft hilft anschließend bei der Bewirtschaftung des Hofes mit. Da diese Art von Wohnen großen Wert auf eine enge Zusammenarbeit in der Gemeinschaft legt, ist diese Wohnform jedoch nicht für jeden geeignet.

Wohnen gegen Hilfe

Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich bei dieser Wohnform um eine Art Tausch unter zwei Parteien. Für das Bereitstellen von Hilfe (z.B. Pflege, Hausarbeit, Kinderbetreuung etc.) wird Wohnraum zur Verfügung gestellt. Besonders beliebt ist diese Wohnform bei Senioren und Studenten. Studenten wohnen bei Senioren und helfen diesen bei der Hausarbeit, oder beim Einkaufen. Dafür zahlen die Studenten kaum oder nur wenig Miete. Wie viel Hilfe oder Arbeit geleistet werden muss, ist dabei individuell gestaltbar. Es ist aber zu beachten, dass es beim Wohnen zu gewissen Einschränkungen für den Untermieter kommen kann. So können durch den Hauptmieter z.B. bestimmte Ruhezeiten oder Besuchsregelungen festgelegt sein.

Beginenhöfe

Beginenhöfe existieren schon seit dem 12. Jahrhundert und stellen eine Wohngemeinschaft nur für Frauen dar. Die räumliche Nähe der Frauen soll enge Netzwerke schaffen, die den Frauen ein gemeinschaftliches und selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Wie bei dem Ökohof ist auch das Leben auf einem Beginenhof nicht für jeden geeignet.

Kompakt, nachhaltig und günstig – Tiny Houses

Eine besondere Art des Wohnens ist das Tiny House, in Deutschland oft auch Minihaus genannt. Dabei handelt es sich meist um kleine Häuschen auf Rädern, die trotz durchschnittlichen 15qm genügend Platz fürs Wesentliche bieten. Benötigt man doch etwas mehr Platz, gibt es auch etwas größere Tiny Houses, möchte man mit dieses aber mobil bleiben, benötigt man eine Sonderzulassung.

Neben der Mobilität punkten Tiny Houses aber vor allem durch ihre Nachhaltigkeit und geringe Kosten. Die Baukosten für ein Tiny House belaufen sich laut Interhyp AG auf 30.000 bis 80.000€ je nach Ausstattung und Material.

Aber auch Aspekte wie der geringere Zeitaufwand für Putzen und Aufräumen sei für 41% der Befragten ein Pluspunkt. Insgesamt könnten sich nur ein drittel der Befragten gar nicht vorstellen, in einem Tiny House zu leben.

Wie lässt sich ein Tiny House finanzieren?

Aufgrund der geringen Kosten lassen sich Tiny Houses gut aus Eigenkapital bezahlen, oder durch einen üblichen Konsumentenkredit. Der Vorteil daran ist, dass man in diesem Fall kein Eigenkapital einbringen muss, und auch ein Grundpfandrecht im Grundbuch ausbleibt. Im Gegensatz zu einer Baufinanzierung sind die Zinsen aber deutlich höher.

Mittlerweile gibt es auch spezielle Tiny-House-Finanzierungen bei einigen Banken, wie beispielsweise der GLS Bank oder Ethikbank.

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Weitere Informationen finden Sie unter:

Studie der Interhyp AG – https://www.interhyp.de/ueber-interhyp/presse/interesse-an-tiny-houses-nimmt-zu.html

https://tiny-houses.de/was-sind-tiny-houses/

 

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