Trendwende – Nachfrage nach Kauf-Immobilien sinkt

Hohe Zinsen reduzieren Interesse

Im Rahmen der aktuellen Zinsentwicklung gibt es einen deutlichen Angebotsüberhang an Kauf-Immobilien. Gewinner sind indes Vermieter, denn Mietwohnungen sind derzeit sehr gefragt. Aber auch für Kauf-Interessenten gibt es positive Nachrichten: Dank der geringen Nachfrage sinken die Preise und wiegen so die hohen Zinsen etwas auf.

Zinsen

ImmoScout24 veröffentlichte nun einen Jahresvergleich zu der Entwicklung von Angebot und Nachfrage für Kauf- und Mietimmobilien bezogen auf das erste Quartal der Jahre 2021 und 2022. Daraus lässt sich eine potenzielle Trendwende erkennen, bei der Mietwohnungen immer gefragte sind.

Laut ImmoScout24 ging die Nachfrage nach Kauf-Immobilien im ersten Quartal 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent zurück. Dies ist eine deutliche Wende, denn zuvor sei die Nachfrage im Zuge der Corona Pandemie zunächst um 61 Prozent gestiegen. Grund dafür waren die niedrigen Zinsen und der Wunsch nach mehr Wohnraum und einem Garten.

Vermarktungszeit für Kauf-Immobilien verlängert sich

Eine Folge der sinkenden Nachfrage ist zudem die Verlängerung der Vermarktungszeit. Nach Angaben von ImmoScout24 verlängerte sich die durchschnittliche Zeit in der Immobilien inseriert waren im ersten Quartal 2022 um 7 Tage bei Eigentumswohnungen und um 2 Tage bei Einfamilienhäusern. Dies klingt zunächst nicht nach viel, verdeutlicht aber, dass es Verkäufern in diesem Jahr schwerer fällt Interessenten zu finden als noch im Jahr davor.

Da die letztendlichen Gesamtkosten beim Immobilienkauf durch die hohen Zinsen deutlich teurer ausfallen, tendieren nun Viele eher zu Mietobjekten. Dieses steigende Interesse verdeutlicht sich beim Blick auf Angebot und Nachfrage. Im Vergleich zum Quartal des Vorjahres sank das Angebot an verfügbaren Mietwohnungen um 23 Prozent, wohingegen die Nachfrage nun um 28 Prozent über dem Wert aus 2021 liegt.

Sinken nun die Kaufpreise?

Die Frage steht nun im Raum, wie sich diese Entwicklung auf die Preise für Kauf-Objekte auswirkt. Mittelfristig sei laut Dr. Gesa Crockford, Geschäftsführerin von ImmoScout24, eine Dämpfung der Preisentwicklung zu erwarten, durch die die Zinserhöhung ein Stück weit abgefedert werden könne. Während dies eine positive Nachricht für potenzielle Käufer ist, haben es Verkäufer und Makler nun deutlich schwerer ihre Immobilien für einen guten Preis und schnell zu verkaufen.

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