Unterlagen für den Immobilienverkauf

Für einen reibungslosen Verkauf

Der Verkauf von Immobilien ist ein aufwendiger und umfangreicher Prozess, der gut durchgeplant sein sollte. Haben Sie sich entschieden Ihr Haus zu verkaufen, sollten Sie sicherstellen, dass Sie alle notwendigen Unterlagen vorliegen haben. Welche Dokumente Sie benötigen, wo Sie diese erhalten und welche Sie auch von dem potenziellen Käufer erhalten sollten haben wir Ihnen im folgenden Beitrag zusammengefasst.

pexels-pixabay-357514

Die Grundlagen

Schon bevor Sie mit der Vermarktung Ihrer Immobilie beginnen, sollten Sie einige grundlegende Dokumente vorliegen haben. Die Daten und Angaben in diesen Unterlagen benötigen Sie unter anderem für die Erstellung eines aussagekräftigen Exposés. Auch im weiteren Verlauf, das heißt beispielsweise auf Nachfrage von Kaufinteressenten oder für die Erstellung des Kaufvertrages, ist es wichtig benötigte Dokumente und Nachweise parat zu haben.
Da Sie viele der Unterlagen bei Ämtern anfragen müssen, kann es einige Zeit dauern bis Sie alles zusammen haben. Auch aus diesem Grund ist es sinnvoll früh genug mit dem Beschaffen der Unterlagen zu beginnen.

Welche Unterlagen werden also benötigt?

1. Grundbuchauszug: Zu den wohl wichtigsten Unterlagen gehört ein aktueller Grundbuchauszug, der nicht älter als 3 Monate alt ist. Sie erhalten diesen für eine Gebühr von 10 bis 20 Euro beim Grundbuchamt des zuständigen Amtsgerichts. Im Grundbuchauszug sind alle relevanten Daten zu Ihrer Immobilie enthalten, genauer umfasst dies die Eigentumsverhältnisse, die Größe des Grundstücks, die Flurnummer, potenzielle Belastungen wie Grundschulden oder Hypotheken, sowie Angaben über eingetragene Wohn- und Wegerechte.

2. Flurkarte/Liegenschaftskarte: Ebenfalls sehr wichtig ist die Flurkarte, die Sie vom Katasteramt erhalten. Sie dient dem Nachweis für die Existenz Ihres Grundstücks und zeigt die genaue Lage und Grenzen des Grundstücks. Ebenfalls sind die benachbarten Grundstücke eingezeichnet.

3. Energieausweis: Der Energieausweis enthält Informationen über die energetische Beschaffenheit Ihres Hauses oder Wohnung und ist gesetzlich vorgeschrieben. Am Besten sollten Sie den Energieausweis schon vor Beginn der Vermarktung vorliegen haben, spätestens aber bei den Besichtigungen. Können Sie keinen aktuellen Energieausweis vorlegen, können hohe Bußgelder auf Sie zukommen. Zudem sind zwei Arten von Energieausweis zu unterscheiden: der Verbrauchsausweis und der Bedarfsausweis. Einen solchen Ausweis erhalten Sie durch qualifizierte Fachleute, wie Energieberater, Architekten und Ingenieure.

4. Grundriss: Für Käufer ist sind vor Allem Grundrisse interessant und wichtig, da sie sich so besser vorstellen können, ob die Immobilie zu ihren Vorstellungen passt. Je detaillierter die Grundrisse sind, desto besser. Ist Ihr Haus besonders alt, wäre es zudem ratsam neue Grundrisse erstellen zu lassen. Diese sehen nicht nur ansprechender aus, sondern beinhalten auch etwaige Umbauten oder Modernisierungen.

5. Bauakte: Die Bauakte Ihres Hauses finden Sie bei Ihrer entsprechenden Stadt bzw. Gemeinde. Darin enthalten Sind Unterlagen wie die Baugenehmigung, die Baubeschreibung, sowie Schnitte und Ansichten Ihrer Immobilie. Für eine geringe Gebühr können Sie Kopien der Unterlagen machen. Die Einsicht in die Akte ist für Sie als Eigentümer jederzeit möglich.

6. Wohnflächenberechnung: Achten Sie darauf, dass die Wohnflächenberechnung exakt ist und lassen Sie diese am Besten durch einen Experten und unter Beachtung der Vorschriften erstellen. Sind die Angaben in der Wohnflächenberechnung falsch kann der Käufer Schadensersatzforderungen stellen.

7. Bau- und Altlastenauszug: Zuletzt fragen Käufer oft auch Informationen über mögliche Bau- und Altlasten nach. Baulasten sind rechtliche Einschränkungen, die vorgeben was ein Eigentümer auf seinem Grundstück durchführen kann, bzw. was er unterlassen muss. Ein Beispiel dafür sind Abstandsflächenbaulasten, durch die bestimmte Flächen auf dem Grundstück nicht bebaut werden dürfen, um den Abstand zum angrenzenden Grundstück zu wahren.
Bei den Altlasten handelt es sich um Belastungen des Grundstücks, wie beispielsweise die Verunreinigung des Bodens durch Chemikalien oder ähnlichen Stoffen.

Die „Extras“

Haben Sie die oben genannten Unterlagen zusammen, sind Sie schon einen großen Schritt näher am erfolgreichen Verkauf. Es gibt aber auch noch einige weitere Unterlagen die Sie vor allem zur Vorlage beim Notar benötigen.

Für die Vermarktung der Immobilie sollten Sie ein aussagekräftiges Exposé erstellen, indem Sie die wichtigsten Daten zu Ihrer Immobilie präsentieren und die Vorzüge hervorbringen. Denken Sie aber daran immer ehrlich zu bleiben. Des Weiteren sollten Sie auch professionelle Fotos Ihres Hauses anfertigen, die potenzielle Käufer gleich auf den ersten Blick fangen.

Haben Sie einen Käufer gefunden und möchten nun zur Vertragsunterzeichnung zum Notar, benötigen Sie noch ein paar zusätzliche Dokumente. Neben dem Baulastenverzeichnis und dem Grundbuch, benötigen Sie den letzten Grundsteuerbescheid, den Gebäudeversicherungsvertrag, sowie eine Liste auf der alle Gegenstände aufgeführt sind, die der neue Eigentümer übernimmt.

Was benötigen Sie vom Käufer?

Der Verkauf und Kauf einer Immobilie basiert auf Vertrauen, da hier mit hohen Summen gehandelt wird. Um ein beidseitiges Vertrauen zu schaffen, sollte daher auch der Käufer gewisse Unterlagen vorweisen können. So sichern Sie sich als Verkäufer vor allem finanziell ab und ein Sie können besser einschätzen, ob der Käufer letztlich wirklich kauft oder nicht.
Zu den Unterlagen gehören eine Schufa-Selbstauskunft als Nachweis über die Kreditwürdigkeit des Käufers, der Arbeitsvertrag mit aktuellem Steuerbescheid oder die letzte Gewinn- und Verlustrechung bei Selbstständigen, sowie eine Finanzierungsbestätigung der Bank. Letztere sollte ebenfalls dem Notar vorgelegt werden.

Wie Sie sehen gehören zu einem erfolgreichen Immobilienverkauf einige Unterlagen, deren Beschaffung meist viel Zeit kostet. Beauftragen Sie einen Makler mit der Vermarktung Ihrer Immobilie übernimmt dieser für Sie diesen Aufwand.
Möchten Sie lieber alleine verkaufen sollten Sie beachten, dass Sie alle Unterlagen vollständig und möglichst aktuell vorliegen haben. So überzeugen Sie potenzielle Käufer und einem erfolgreichen Verkauf steht nichts mehr im Wege.

Sie haben noch Fragen, oder wollen mehr zu diesem Thema wissen? Wir beraten Sie gerne! Melden Sie sich bei uns telefonisch, per E-Mail, oder kommen Sie spontan in unserem Büro in Buer vorbei. Wir freuen uns schon auf Sie!

Hinweis: Die in diesem Artikel gemachten Angaben und Empfehlungen ersetzen keine Beratung bei einem Experten und stellen nur Informationen ohne Gewähr auf Richtigkeit oder Vollständigkeit dar. Trotz gewissenhafter Recherche können Fehler nicht ausgeschlossen werden.

Weitere Beiträge

So finden Sie Ihren perfekten Wohnort

Darauf sollten Sie achten Wer ein neues Zuhause sucht, sollte nicht nur auf das Haus oder die Wohnung achten. Auch der Wohnort ist wichtig, um

Was ist eine Open House Besichtigung?

Offene Besichtigungen sparen zeit Es gibt verschiedene Arten von Hausbesichtigungen. In den USA ist die gängigste Form die Open House Besichtigung, die auch in Deutschland