Immobilienverkauf in 2023 – Ja oder Nein?

Zinslage, Marktwende & Co

Viele Immobilienangebote, hohe Zinsen und hohe Inflation – derzeit herrscht viel Unsicherheit auf dem Immobilienmarkt und es stellt sich die Frage, ob sich der Verkauf einer Immobilie im Jahr 2023 überhaupt noch lohnt. In diesem Blogbeitrag schauen wir uns die aktuelle Lage noch etwas genauer an und versuchen die Frage zu beantworten.

Zinsen

Die aktuelle Zinslage

Zunächst blicken wir auf die aktuelle Zinslage indem wir ein Finanzierungsbeispiel heranziehen.
Die Zinsen für einen Darlehn mit einer zehnjährigen Zinsbindung stiegen von etwa 1 Prozent zu Jahresbeginn 2022 auf um die 4 Prozent im Oktober 2022. Eine Familie die einen Kredit über 500.000€ aufnahm, zahlte zu Jahresbeginn bei einem Zinssatz von 1 Prozent und einem Tilgungssatz von 2 Prozent monatlich 1.250€. Würde die Familie diesen Kredit im Oktober unter den gestiegenen Zinsen aufnehmen, so läge der monatliche Belastung bei bereits 2.500€. Auch jetzt im Februar bewegen sich die Zinsen weiterhin bei etwa 3,5 bis 4 Prozent.

Wie Sie sehen hat sich die monatliche Zahlungsbelastung für Kaufinteressenten von Immobilien verdoppelt. Für Viele ist ein Immobilienkauf daher kaum oder gar nicht mehr stemmbar, da durch die hohe Inflation auch nur wenig oder kein Eigenkapital zur Verfügung steht. Dies wirkt sich negativ auf die Nachfrage nach Immobilien aus.

Marktwende: Vom Verkäufer- zum Käufermarkt

Bislang sprach man stets von einem Verkäufermarkt. Die Nachfrage nach Wohneigentum war hoch, Kredite waren zu günstigen Konditionen zu haben und eine Immobilie konnte in der Regel schnell und zu einem guten Preis verkauft werden. Durch den großen Nachfrageüberhang stiegen zudem die Immobilienpreise immer weiter an.
Immobilienverkäufer profitierten also sehr.

Derzeit zeichnet sich aber eine Wende ab. Wie bereits oben beschrieben, wirken sich hohe Zinsen und eine hohe Inflationsrate negativ auf die Nachfrage nach Immobilien aus. Dies hat zur Folge, dass es nun zu einem Angebotsüberhang kommt, das heißt es werden mehr Immobilien auf dem Markt angeboten, als nachgefragt werden. Verkäufer müssen die Preise senken, die Immobilien verlieren an Wert, die Vermarktungszeit wird länger und Kaufinteressenten verfügen über deutlich mehr Verhandlungsspielraum.

Lohnt sich ein Immobilienverkauf also überhaupt noch?

Trotz der erschwerten Lage auf dem Markt gibt es Entwarnung für Immobilieneigentümer: Auch jetzt noch lohnt sich der Verkauf von Häusern und Eigentumswohnungen, denn es ist davon auszugehen, dass die Immobilienpreise nicht zu stark fallen werden. Auch die Vermarktungszeit hat sich im Ruhrgebiet aus eigener Erfahrung nicht deutlich verlängert.

Aufgrund der gestiegenen Kosten für die Baufinanzierung und Baumaterialien sind derzeit besonders Bestandsimmobilien ohne großen Sanierungs- oder Modernisierungsaufwand gefragt und erzielen sehr gute Preise auf dem Immobilienmarkt. Des Weiteren ist die Energiebilanz zu einem noch größeren Erfolgsfaktor geworden. Grund dafür sind die derzeit stark gestiegenen Energiekosten. Besonders Immobilien mit alternativen Energiequellen, wie Solarpanelen auf dem Dach oder einer Wärmepumpe sind aktuell sehr beliebt.

Ebenfalls spielen die stark gestiegenen Mietpreise eine Rolle. Wohnraum in Deutschland ist knapp, und viele Neubauprojekte wurden derzeit auf Eis gelegt, daher besteht weiterhin Bedarf an Wohneigentum. Zudem bleibt auch der Wunsch nach dem Eigenheim weiterhin bestehen und Kaufinteressenten, die über genügend Eigenkapital verfügen, können Kredite zu etwas günstigeren Konditionen abschließen. Die Nachfrage nach Immobilien verbleibt daher zwar auf einem etwas niedrigeren aber dennoch gutem Niveau.

Sie sollten aber beachten, dass sich die aktuelle Marktlage dennoch auf die Immobilienpreise auswirkt. Setzten Sie Ihre Preisvorstellungen also nicht zu hoch an und seien Sie dazu bereit bei Verhandlungen mit Kaufinteressenten den Kaufpreis etwas zu senken.

Verkaufschancen erhöhen

Immobilienverkäufer müssen nun Standhaftigkeit und Verhandlungsgeschick beweisen. Der Verkauf einer Immobilie gestaltet sich schwieriger als noch in den vergangenen Jahren, ist aber dennoch möglich und lohnenswert. Um Ihre Chancen auf einen erfolgreichen Verkauf zu einem guten Preis zu erhöhen, empfiehlt es sich einen Immobilienmakler in Ihrer Region zu beauftragen. Dieser verfügt über das nötige regionale Marktwissen, um Ihre Immobilie exakt zu bewerten und weiß, wie er Ihre Immobilie gezielt vermarktet. Wie bereits erwähnt verfügen Käufer nun über mehr Verhandlungsspielraum, und auch da profitieren Sie von der Verhandlungserfahrung des Maklers, der für Sie den bestmöglichen Preis erzielt. Für einen Immobilienmakler spricht zudem, dass dieser bereits über eine große Suchkundenkartei verfügt. So findet sich meist deutlich schneller ein qualifizierter Käufer als bei einer privaten Vermarktung.

Wir von Matys Immobilien GmbH unterstützen Sie ganz individuell bei dem Verkauf Ihrer Immobilie und ersparen Ihnen den finanziellen und zeitlichen Aufwand. Vom ersten Beratungsgespräch über die Vermarktung bis hin zur finalen Schlüsselübergabe begleiten wir Sie und halten Sie stets über die Vermarktung im Bilde. Unser Ziel ist es, dass Sie auch nach Jahren noch mit Ihrer Entscheidung zufrieden sind. Wir freuen uns auf Sie!

Sie haben noch Fragen, oder wollen mehr zu diesem Thema wissen? Wir beraten Sie gerne! Melden Sie sich bei uns telefonisch, per E-Mail, oder kommen Sie spontan in unserem Büro in Buer vorbei. Wir freuen uns schon auf Sie!

Hinweis: Die in diesem Artikel gemachten Angaben und Empfehlungen ersetzen keine Beratung bei einem Experten und stellen nur Informationen ohne Gewähr auf Richtigkeit oder Vollständigkeit dar. Trotz gewissenhafter Recherche können Fehler nicht ausgeschlossen werden.

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