Der Angebotspreis beim Immobilienverkauf

Alles was Sie wissen müssen

Beim Kauf oder Verkauf einer Immobilie spielt der Angebotspreis eine zentrale Rolle. Doch was genau verbirgt sich hinter diesem Begriff, wie wird er ermittelt und warum ist er so wichtig?

In diesem Blogbeitrag werden wir uns eingehend mit dem Angebotspreis bei Immobilien beschäftigen und wichtige Aspekte rund um dieses Thema beleuchten.

Was ist der Angebotspreis?

Der Angebotspreis einer Immobilie ist der Betrag, den der Verkäufer bereit ist zu akzeptieren. Mit anderen Worten, es ist also der Preis, zu dem die Immobilie auf dem Immobilienmarkt angeboten wird.  Er wird in der Regel in einem Exposé oder einer Anzeige angegeben und stellt den Ausgangspunkt für Verhandlungen mit den potenziellen Käufern dar. Der Angebotspreis kann dabei sowohl über als auch unter dem tatsächlichen Wert der Immobilie liegen und wird maßgeblich durch verschiedene Faktoren bestimmt. Zu beachten ist jedoch, dass der Angebotspreis maßgeblich über den Verkaufserfolg entscheidet. Ist der Angebotspreis zu hoch angesetzt, kann dies Interessenten verschrecken und die Immobilie wird nicht verkauft. Ist er jedoch zu niedrig, laufen Sie Gefahr Ihre Immobilie unter Wert zu verkaufen und machen somit Verluste. 

Es ist zudem wichtig, den Angebotspreis nicht mit dem Verkaufspreis zu verwechseln. Was der Unterschied zwischen diesen ist, erklären wir Ihnen weiter unten. 

Wie ermittelt man den Angebotspreis?

In der Regel liegt der Angebotspreis 5 bis 10 Prozent über dem tatsächlichen Wert der Immobilie, wodurch sowohl dem Verkäufer als auch den Kaufinteressenten die Möglichkeit für Preisverhandlungen gegeben wird.

1. Immobilienbewertung

Aus diesem Grund ist es wichtig den richtigen Wert seiner Immobilie zu kennen. Neben dem Alter und Zustand der Immobilie, sind auch Faktoren wie Lage und Umgebung, die aktuelle Marktsituation sowie der Wert vergleichbarer Objekte von Bedeutung.

All diese Faktoren richtig zu kennen und richtig in die Einwertung einfließen zu lassen ist nicht leicht. Daher ist es zu empfehlen für die Bewertung der Immobilie einen Experten, wie einen Immobiliengutachter oder einen Immobilienmakler zu beauftragen. Diese bringen zudem den Vorteil mit, die Immobilie von einem neutralen Standpunkt aus zu betrachten. 

2. Vermarktungsverfahren festlegen

Nachdem der Wert Ihrer Immobilie festgelegt wurde, wird im nächsten Schritt festgelegt welches Vermarktungsverfahren Sie nutzen möchten. Dies hängt unter anderem von der Art Ihrer Immobilie ab und beeinflusst, ob sie den Angebotspreis eher über oder eher unter dem Immobilienwert ansetzen. 

Bei dem klassischen Vermarktungsverfahren wird, wie oben erwähnt, der Angebotspreis 5 bis 10 Prozent über dem Immobilienwert angesetzt, um Verhandlungsspielräume zu schaffen. Ist die Nachfrage hoch, können Sie so Gewinn erzielen und bei eher niedriger Nachfrage können Sie während den Verhandlungen den Preis senken, ohne dabei unter den Immobilienwert zu fallen. 

Wer seine Immobilie lieber per Bieterverfahren verkaufen möchte, der setzt den Angebotspreis eher niedrig an. Grund dafür ist, dass der Angebotspreis in diesem Fall als Mindestpreis gilt und Kaufinteressenten diesen überbieten sollen. 

Hinweis: Egal welche Methode Sie letztlich wählen, denken Sie daran den Angebotspreis nachträglich nicht mehr zu verändern. Kaufinteressenten deuten eine nachträgliche Senkung des Angebotspreises in der Regel als Zeichen für Mängel an der Immobilie und wenden sich von dieser ab.

3. An die Preisschwellen denken

Preisschwellen kennen sie bereits aus dem Alltag. Die meisten Produkte werden statt zu vollen Beträgen, mit Preisen angeboten, die auf „99“ enden. Also beispielsweise statt für 5€ für 4,99€. Dies ist damit begründet, dass der Preis von Kunden als „günstiger“ aufgenommen wird und damit attraktiver wirkt. 

Ein ähnliches Prinzip sollten Sie daher auch bei dem Angebotspreis wählen. Statt diesen auf beispielsweise 505.000€ für Ihr Haus festzulegen, legen Sie den Preis lieber auf 499.00€ fest. Ein weiterer Vorteil ist, dass Ihre Immobilie so auch angezeigt wird, wenn ein Kaufinteressent beim Suchfilter eine Preisgrenze von 500.000€ setzt. 

Der Unterschied zwischen Angebotspreis und Verkaufspreis 

Wichtig ist zu verstehen, dass der Angebotspreis nicht unbedingt mit dem tatsächlichen Verkaufspreis übereinstimmt. Der Angebotspreis ist lediglich die Ausgangsbasis für Verhandlungen zwischen Käufer und Verkäufer. Der endgültige Verkaufspreis wird im Kaufvertrag festgehalten und kann durch diese Verhandlungen sowie durch weitere Faktoren wie eventuelle Mängel oder Reparaturen beeinflusst werden.

Insgesamt ist der Angebotspreis einer Immobilie ein wichtiger erster Schritt im Verkaufsprozess und sollte sorgfältig und realistisch festgelegt werden. Eine gründliche Marktanalyse und die Unterstützung von Experten können dabei helfen, einen fairen Preis zu ermitteln und einen erfolgreichen Verkauf zu ermöglichen.

 

Sie haben noch Fragen, oder wollen mehr zu diesem Thema wissen? Wir beraten Sie gerne! Melden Sie sich bei uns telefonisch, per E-Mail, oder kommen Sie spontan in unserem Büro in Buer vorbei. Wir freuen uns schon auf Sie!

Hinweis: Die in diesem Artikel gemachten Angaben und Empfehlungen ersetzen keine Beratung bei einem Experten und stellen nur Informationen ohne Gewähr auf Richtigkeit oder Vollständigkeit dar. Trotz gewissenhafter Recherche können Fehler nicht ausgeschlossen werden.

Weitere Beiträge

Was ist eine Open House Besichtigung?

Offene Besichtigungen sparen zeit Es gibt verschiedene Arten von Hausbesichtigungen. In den USA ist die gängigste Form die Open House Besichtigung, die auch in Deutschland

Der Bedarfsausweis

Der theoretische Energiebedarf Wer eine Immobilie verkaufen will, oder seine Wohnung neu vermieten will, der ist verpflichtet einen Energieausweis zu erstellen.  Dabei unterscheidet man zwischen