Immobilientausch – Die Alternative zum Verkauf?

"Häuschen wechsel dich!"

Wer sich sich vergrößern oder verkleinern will steht meist vor dem Problem, dass er oder sie zunächst erst ein neues Zuhause finden muss, bevor das Alte verkauft werden kann. Umgehen lässt sich dieses Problem mit einem Immobilientausch. Und auch Mieter können davon Gebrauch machen. Wie ein Immobilientausch funktioniert und für wen er sich lohnt erfahren Sie in diesem Beitrag.

Immobilientausch

Ein Immobilientausch bietet sich vor allem an, wenn sich Ihre Wohnsituation ändert und kann eine gute Alternative zum üblichen Verkauf sein. Ein typisches Beispiel ist ein junges Paar welches Nachwuchs erwartet und daher nach einem größeren Zuhause sucht, oder aber auch Eigentümer im Rentenalter, die sich verkleinern wollen. Auch ein Tausch auf Zeit ist möglich, wenn Sie zum Beispiel erst dann Ihre Immobilie verkaufen wollen, wenn Sie die geeignete neue Immobilie gefunden haben. Ebenfalls ist es möglich Ihre Immobilie als Ferienwohnung anzubieten und im Gegenzug dafür Urlaub im Zuhause der Tauschpartner zu machen. Auch bei diesem Fall handelt es sich um einen Tausch auf Zeit.

Wie funktioniert ein Immobilientausch?

Das Grundprinzip eines Immobilientausches ist einfach: Sie suchen, meist über Online-Portale, nach einem geeignetem Tauschpartner, der sich für Ihre Immobilie interessiert und eine für Sie passende Immobilie verkauft. Können sich beide Seiten über die Konditionen des Tausches einig werden, werden die Immobilien an den jeweiligen Tauschpartner verkauft. Dabei wird der Wert Ihrer Immobilie mit dem Wert der Tauschimmobilie verrechnet und nur die Differenz muss noch gezahlt werden. Natürlich müssen die Verkäufe zudem von einem Notar beurkundet werden.

Aber Vorsicht! Da beim Tausch von Eigentumsimmobilien beide Tauschpartner jeweils ein Haus oder eine Wohnung kaufen und verkaufen, sollte am besten ein Experte hinzugezogen werden. Ein Immobilienmakler verfügt nicht nur über das nötige Fachwissen, sondern hat auch meist eine große Kundenkartei, wodurch er potenziell schneller einen geeigneten Tauschpartner finden kann. Zudem hilft er Ihnen Fehler und Risiken zu vermeiden.

Welche Vor- und Nachteile gibt es?

Vorteile:
– Der aufgenommene Kredit fällt gering aus, da der Wert der eigenen Immobilie schon mit dem Kaufpreis der neuen Immobilie verrechnet wird. Die Kaufnebenkosten können dann oft über das Eigenkapital bezahlt werden.
– Wickeln Sie den Tausch ohne einen Makler ab, entfallen für Sie die Maklerprovision.

Nachteile:
– In der Realität stellt es sich oft als Schwierig heraus, einen geeigneten Tauschpartner zu finden.
– Beide Seiten müssen zu Übereinstimmungen kommen bezüglich der Verkaufspreise.
– Es fallen dennoch sowohl die Kaufnebenkosten an, wie z.B. die Notarkosten, sowie die Steuern.

Tausch von Mietwohnungen

Auch Mieter können vom Tauschprinzip Gebrauch machen. Dafür müssen sie sich zunächst das Einverständnis des Vermieters einholen. Ob der Vermieter zustimmt oder nicht hängt unter anderem davon ab, ob er sich seine Mieter lieber selbst aussuchen will und ob er nach Auszug des bisherigen Mieters erstmal Renovierungsarbeiten durchführen und die Miete erhöhen will. Stimmen die Vermieter beider Tauschpartner zu, können die Mieter ihre Wohnungen tauschen und die Mietverträge werden angepasst. Hier besteht der besondere Vorteil, dass die dreimonatige Kündigungsfrist umgangen werden kann.

Sie haben noch Fragen, oder wollen mehr zu diesem Thema wissen? Wir beraten Sie gerne! Melden Sie sich bei uns telefonisch, per E-Mail, oder kommen Sie spontan in unserem Büro in Buer vorbei. Wir freuen uns schon auf Sie!

Hinweis: Die in diesem Artikel gemachten Angaben und Empfehlungen ersetzen keine Beratung bei einem Experten und stellen nur Informationen ohne Gewähr auf Richtigkeit oder Vollständigkeit dar. Trotz gewissenhafter Recherche können Fehler nicht ausgeschlossen werden.

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