Erhöhung der Pendlerpauschale auf 38 Cent ab dem ersten Kilometer
Seit dem 1. Januar 2026 gilt eine wichtige Änderung für Berufspendler in Deutschland: Die Entfernungspauschale (Pendlerpauschale) wurde nun dauerhaft auf 38 Cent ab dem ersten Kilometer erhöht. Dies klingt erstmal nach “mehr Geld”, wichtig ist aber, das es sich nicht um eine direkte Auszahlung handelt, sondern um einen höheren Werbekostenabzug und der wirkt sich je nach Einkommen/Steuerklasse unterschiedlich aus. Gleichzeitig wird aber davon ausgegangen, dass eine Erhöhung der Pendlerpauschale auch Auswirkungen auf den Immobilienmarkt haben könnte. Welche das sind, erklären wir Ihnen in diesem Beitrag.
Kurz erklärt: So funktioniert die Pendlerpauschale
Absetzbar ist die einfache Entfernung zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte, nicht aber die Hin- und Rückfahrt. Ob die Strecke mit dem Auto, mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn oder auch zu Fuß zurückgelegt wird spielt dabei keine Rolle. Die Pauschale zählt zu den Werbungskosten und wirkt sich steuermindernd aus, sobald der Werbungskosten-Pauschbetrag überstiegen wird.
Ein Rechenbeispiel: Was bringt die Erhöhung konkret bei einem Arbeitsweg von 10 km?
Bis Ende 2025:
10 km x 220 Arbeitstage/Jahr x 0,30 € = 660 €
Ab 2026:
10 km x 220 Arbeitstage x 0,38 € = 836 €
Damit liegt die Differenz bei +176 €. Das bedeutet aber nicht, dass mann 1:1 mehr Geld hat. Um wie viel Eure die Steuer letztlich gesenkt wird, hängt vom persönlichen Steuersatz ab. Dabei profitieren besonders Personen mit einem höherem Steuersatz und Pendler, die sowieso über dem Werbungskosten-Pauschbetrag liegen. Haushalte mit niedrigerem Einkommenssteuersatz profitieren eher von der Mobilitätsprämie.
Wie wirkt sich die Erhöhung der Pendlerpauschale auf den Wohnungsmarkt aus?
Die Logik ist simpel: Wenn das Pendeln zur Arbeit steuerlich günstiger wird, steigt die “zumutbare Distanz” zum Arbeitsplatz, was Standorte außerhalb von Städten attraktiver macht. Käufer und Mieter sind gewillter die Entfernung zwischen ihrem Wohnort und dem Arbeitsplatz zu erhöhen, und die Nachfrage nach Einfamilienhäusern, Doppelhaushälften und größeren Wohnungen im “Speckgürtel” oder in ländlicheren Gebieten steigt. Eine wichtige Bedingung ist jedoch eine gut ausgebaute Anbindung und Infrastruktur, fehlen diese Faktoren entscheidet nicht die Pauschale, sondern Lebensqualität und Versorgung über den Wunschwohnort.
Unser Fazit:
Die 38 Cent ab dem ersten Kilometer sind 2026 ein spürbarer Vorteil, vor allem für Pendler mit kurzen bis mittleren Strecken, die bisher nur 0,30 € ansetzen konnten. Für den Wohnungsmarkt selbst kann das bedeuten:
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mehr Interesse an gut angebundenen Umland- und Landlagen,
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leichte Nachfrageimpulse für Einfamilienhäuser/mehr Fläche,
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aber auch Risiken wie mehr Verkehr und selektive Effekte (nicht jede ländliche Region profitiert).
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